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Der Anspruch auf Kindesunterhalt endet nicht mit Erreichen der Volljährigkeit. Insofern besteht ein wesentlicher Unterschied zur Obsorge, die ja automatisch Vollendung des 18. Lebensjahres endet.

Kindesunterhalt steht dem Kind vielmehr solange zu, als dass es noch nicht selbsterhaltungsfähig ist. Von Selbsterhaltungsfähigkeit spricht man immer dann, wenn das Kind in der Lage ist, von seinem eigenen Einkommen seinen notwendigen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Auf Grund von Studium und / oder weiterführender Ausbildung kann das in der heutigen Zeit unter Umständen erst mit Mitte / Ende Zwanzig der Fall sein.

Aber Achtung: Nur weil das Kind studiert heißt das natürlich nicht, dass es unbegrenzt Anspruch auf Unterhalt hat. Ist das Kind nämlich volljährig muss eine weiterführende Berufsausbildung (wie eben Studium oder Ausbildung) „ernsthaft“ betrieben werden. Ist das nicht der Fall, entfällt der Unterhaltsanspruch. Und zwar unabhängig davon, ob das Kind tatsächlich selbsterhaltungsfähig ist oder nicht.

Rechtsanwaltskanzlei Harlander & Partner